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Onlinegewalt: Wie können sich Kinder und Jugendliche schützen?

Onlinegewalt: Wie können sich Kinder und Jugendliche schützen?

Studienergebnisse belegen: Kinder und Jugendliche sind während der Corona-Pandemie einer deutlich höheren Gefahr ausgesetzt, Opfer von Onlinegewalt zu werden. Das Netzwerk „Surfen mit Sinn“ gibt an 12 Bielefelder Schulen Tipps zu den aktuellen Gefahren im Internet. Außerdem informiert es darüber, wo die Kinder im Ernstfall Hilfe bekommen.

Während der Corona-Pandemie verbringen Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihrer Zeit Zuhause. Trotz der schrittweisen Schulöffnungen sind sie meist nur wenige Stunden in der Woche in der Schule eingebunden. Die restliche Zeit organisieren sie sich vielfach selbst. Zwischen „Homeschooling“ und Freizeit verbringen sie aber überwiegend ihre Zeit zu Hause.

Eine aktuelle Studie des „Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest“ zeigt, dass die Jugendlichen digitale Medien in dieser Zeit deutlich stärker und umfangreicher nutzen. Dabei verwenden sie Social-Media-Plattformen und auch Video-Telefonie-Apps oder Spiele, über die sie kommunizieren können.

Diese Apps machen Spaß, bergen jedoch auch Gefahren. Viele Eltern wissen nicht, wie leicht Fremde über diese Apps Kontakt zu ihren Kindern aufnehmen können. Schnell kommt es dann zur Onlinegewalt, dem sogenannten Cyber-Grooming. Vor allem die jetzt so populären Plattformen für Video-Telefonie in Gruppen wie z.B. Houseparty haben in den letzten Wochen in Bezug auf diese Gefahren eine traurige Berühmtheit erlangt. Denn insbesondere solche Video-Chat-Portale ziehen Nutzer mit pädokriminellen Neigungen an. Aber Kinder und Jugendliche fallen aktuell auch vermehrt dem Cyber-Mobbing und Datendiebstahl zum Opfer.

Das Netzwerk „Surfen mit SINN“ gibt Tipps zum Schutz vor Onlinegewalt

Das Netzwerk „Surfen mit SINN“ informiert Bielefelder Schulen seit 2009 über Gefahren und Tipps zum richtigen Umgang mit dem Internet. Außerdem stellt es Anlaufstellen vor, die im Ernstfall weiterhelfen. Vor der Corona-Krise lief die Aufklärungsarbeit von Eltern, Lehrern und Schülern vor Ort in den Schulen. Da dies aktuell für die Schulen schwer zu realisieren ist, geht das Netzwerk einen neuen Weg.

An insgesamt 12 Bielefelder Schulen finden bis zu den Sommerferien Online-Workshops für Schüler und ihre Klassenlehrer statt. Jetzt hat die Gertrud-Bäumer-Realschule mit einer sechsten Klasse den Aufschlag gemacht. Die Medienpädagogin Pernilla Harde vom Verein „Eigensinn“ informiert in dem 1,5 Stunden dauerndem Online-Workshop über Gefahren, Tipps und Unterstützungsangebote. Auch Eltern haben über den digitalen Weg im Anschluss die Chance, Informationen zu diesem Thema zu erhalten.

Dem Netzwerk „Surfen mit SINN“ gehören das Kriminalkommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Bielefeld, die Verbraucherzentrale NRW Bielefeld und Präventionsfachstelle EigenSinn e.V. an. Die Stadtwerke Bielefeld unterstützen das Projekt im Rahmen ihrer Schularbeit. Außerdem sind die Sparkasse Bielefeld und die Karl-Friedrich-Richter-Stiftung als Förderer mit dabei.

Auf dem Titelbild: Die Medienpädagogin Pernilla Harde im Online-Workshop mit den Sechstklässlern der Gertrud-Bäumer-Realschule.

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