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Sparkassen-Tag im Theater Bielefeld am 18. November

eingestellt von Rahel Neufeld am 5. November 2018

Einmal im Monat ist Sparkassen-Tag im Theater Bielefeld. Sparkassenkundinnen und -kunden besuchen die Vorstellungen an diesem Tag  zu vergünstigten Preisen. Am 18. November können sich die Besucherinnen und Besucher auf Friedrich Schillers Werk „Die Jungfrau von Orleans“ freuen. Musikbegeisterte erwartet ein Symphoniekonzert mit Werken von Schubert und Mahler in der Rudolf-Oetker-Halle.

Kundinnen und Kunden der Sparkasse Bielefeld erhalten auf den Kartenpreis 15 Prozent Rabatt. Die vergünstigten Karten können sie gegen Vorlage der SparkassenCard (Debitkarte) an der Theater- und Konzertkasse erwerben.

Die Jungfrau von Orleans – Friedrich Schiller um 19:30 Uhr im Stadttheater

Johanna, eine junge Frau, die scheinbar aus dem Nichts kommt, wendet das Blatt einer ganzen Nation, weil sie alles in sich vereint, das nicht zusammen passt: Weiblichkeit, Krieg, Unverwundbarkeit, Mord und Reinheit. Ihr Charisma wird zur Energiequelle für die an allen Fronten geschlagenen Franzosen und zum Schrecken der vormals sieggewohnten Engländer. Ob Heilige, Hexe, Märtyrerin oder Hochstaplerin – Teil der Gemeinschaft kann sie niemals werden.

Als ihre Mission erfüllt ist, strauchelt sie. Der Moment des Erbarmens mit dem Feind macht sie bei Schiller angreifbar. Statt der Kriegsmaschine ist da plötzlich ein verwundeter Mensch, des Mythos‘ entkleidet und dennoch unfähig zur Zweisamkeit. Auf dem Krönungsplatz in Reims steht sie als Dekor neben einem durch sie erstarkten Herrscher und wird vom eigenen Vater öffentlich verleumdet.

Ein willkommener Anlass, die ehemals Heilige als Hexe zu vertreiben. Doch Johanna kehrt zurück, erringt einen letzten Sieg und stirbt, um zur Symbolfigur zu werden – für alle, die ihrer bedürfen, für welche Zwecke auch immer.

2. Symphoniekonzert – Schubert/Mahler um 11 Uhr in der Rudolf-Oetker-Halle

Franz Schubert und Gustav Mahler verbindet mehr als eine entfernte optische Ähnlichkeit oder ihre wienerische Heimat: Beide prägten die Gattungen Lied und Symphonie mit wegweisenden Kompositionen, beide lebten gewissermaßen unter dem Vorzeichen, »der Welt abhanden gekommen zu sein« – und beide wurden frappierend früh aus dem Leben gerissen.

Schuberts Todestag jährt sich am 19. November 2018 zum 190. Mal, der am Vortag zu begehende Volkstrauertag ist gestalterischer Mitanlass für dieses Konzertprogramm. Schubert hatte nach seinen sechs frühen Symphonien eine Art Schaffenskrise: Zwischen 1818 und 1822 startete er nicht weniger als vier Versuche, von denen der letzte diese Not zum Konzept verwandelte und als Unvollendete zu Schuberts wohl berühmtestem symphonischen Werk wurde – leider erst Jahrzehnte nach seinem Tod.

Gustav Mahler fand nach Jahren kreativer Verwertung der Gedichtsammlung Des Knaben Wunderhorn um 1901 in Friedrich Rückert einen Dichter, dessen Sprache ihn unmittelbar berührte – möglicherweise aufgrund einer schweren Krankheit, die Mahlers Haltung zu Leben und Tod entscheidend beeinflusste. Als er sich entschloss, fünf von Rückerts 428 (!) Kindertotenliedern zu vertonen, konnte er nicht ahnen, dass er – wie zuvor der Dichter – alsbald sein eigenes Kind würde begraben müssen.

Jahre später errang Mahler mit der Uraufführung seiner 8. Symphonie den wohl größten Erfolg seines Lebens, doch die zu diesem Zeitpunkt bereits fertiggestellten weiteren Werke sprechen eine ganz andere Sprache als die Symphonie der Tausend: Mahler lebte bereits einige Jahre mit der Diagnose einer Herzerkrankung, die schließlich im Mai 1911 zu seinem Tod führen sollte. Das Adagio seiner 10. Symphonie blieb ähnlich wie Schuberts h-Moll-Symphonie lange Zeit unentdeckt und ist mit einer vergleichbaren Aura umgeben: derjenigen eines Anfangs, dessen künstlerische Aussage bereits »vollendet« wirkt, weil sie die Utopie des Ungesagten mitschwingen lässt.

Titelfoto: Die Jungfrau von Orleans / Philipp Ottendoerfer