Damals: Vor 40 Jahren Grundsteinlegung für die Sparkassenzentrale in Sieker

von Christoph Kaleschke am in Allgemein, Über uns

Ein Blick zurück: „Mögen die hier arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Bielefeld in einer geordneten und friedlichen Umwelt stets gesicherte Arbeitsplätze und ein durch gegenseitiges Vertrauen bestimmtes gutes Betriebsklima vorfinden.“ Mit diesen Worten leitete Architekt Hellmut Streich vor genau 40 Jahren die Grundsteinlegung zur Sparkassenzentrale ein.


Der 7. Oktober 1975 war ein grauer Herbsttag. Dennoch hatten sich zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung eingefunden, als der Sparkassenvorstandsvorsitzende Helmut Steiner (auf dem Titelfoto links) und Oberstadtdirektor Herbert Krämer „fachmännisch“ – wie die Zeitungen betonten – eine Kassette in den Grundstein der neuen Sparkassenzentrale einmauerten. In der Kupferkassette: Der Geschäftsbericht 1974 der Sparkasse Bielefeld, die beiden Tageszeitungen vom Tage und 8,68 D-Mark in Münzen.

 

Grundstein_heute_kleinWer sich heute im Parkdeck 2 der Sparkassenzentrale aufmerksam umschaut, der kann diesen Grundstein mit der Jahreszahl „1975“ noch entdecken.

 

 

 

 

 

Mit der neuen Zentrale betrat die erst 1974 fusionierte Sparkasse Neuland. Klar war: Nach der Fusion der drei ehemals selbstständigen Bielefelder Sparkassen war eine neue Zentrale dringend notwendig. Aber wo sollten rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Platz finden? Die drei früheren Hauptstellen an der Herforder Straße und der Hauptstraße in Brackwede waren zu klein. Intensiv wurde daher schon vor der Fusion über Lösungen
beraten. Zeitweilig wurde über einen Neubau auf dem Gelände des heutigen Beratungszentrums City nachgedacht. Sogar ein „Sparkassen-Hochhaus“ an dieser Stelle wurde diskutiert. Das heute denkmalgeschützte Gebäude hätte weichen müssen. Doch dieses Thema war – aus heutiger Sicht zum Glück – rasch wieder vom Tisch. Zu groß waren die städtebaulichen und verkehrlichen Probleme.

 

Eine Idee ohne Vorbild: Eine Sparkassenzentrale auf der grünen Wiese

 

Eine neue Idee musste her. Schließlich entstand ein gewagter Gedanke: Warum muss eine technische Zentrale eigentlich im Stadtzentrum liegen? Können zentrale Abteilungen nicht auch anderswo untergebracht werden? Heute erscheint dieser Gedanke fast schon selbstverständlich. Damals war er aber in der deutschen Sparkassenorganisation ohne Vorbild und beinahe revolutionär.

 

Im kleinen Kreise wurde an dieser Idee gefeilt. Und Ende 1974 präsentierte man der überraschten Öffentlichkeit die Pläne. Die neue Sparkassenzentrale sollte im Neubaugebiet in Sieker „auf der grünen Wiese“ entstehen. Hier konnte man Flächen erwerben, die einen Neubau in ausreichender Größe mit genügend Parkplätzen für Angestellte und Kunden möglich machten. Dafür wurden Baukosten von rund 30 Millionen D-Mark veranschlagt. Ein Neubau in der Innenstadt wäre deutlich teurer geworden.

 

Baugrube_kleinSchon im Juli 1975 begannen auf dem rund 8.500 Quadratmeter großen Gelände die Bau- und Ausschachtungsarbeiten. Allein für den Bau der Kellergeschosse wurden bis Oktober 1975 mehr als 60.000 Kubikmeter Boden ausgehoben. 30 LKW transportierten täglich die Erde ab.

 

 

 

 

Als rund ein Jahr nach Grundsteinlegung – am 28. Oktober 1976 – Richtfest gefeiert werden konnte, konnte der Verwaltungsratsvorsitzende Oberstadtdirektor Krämer schon zu Recht von einer „baulichen Dominante im Stadtteil Sieker“ reden. 11 Monate später, im September 1977, wurde die Sparkassenzentrale eingeweiht.

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