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Lernen mal ohne Bücher. Dank der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Bielefeld

„Nicht lesen und schreiben, sondern Lebenserfahrung sammeln“ – ist das Ziel der Ferienschule des Vereins Tabula e. V., an der neun Grundschüler der Brackweder Vogelruthschule teilnehmen. Darum besuchen die Kinder den Völkers Reiterhof in Vlotho-Valdorf. „Das Problem vieler Stadtkinder ist, dass sie kein Wissen mehr über die Natur haben. Das gilt gerade für Kinder, die nicht aus bildungsstarken Familien stammen“, sagt uns Frau Hella Völker vom Verein Tabula.

Die Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen sechs und zehn Jahren lernen in der zweiwöchigen Ferienschule nicht nur reiten, auch der Umgang mit den Tieren und wichtige Lektionen in Sachen Teamverhalten gehören dazu.

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Dieses besondere Projekt wird von der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Bielefeld mit 3.000 Euro unterstützt.

Die Stiftergemeinschaft ist eine Dienstleistungsstiftung der Sparkasse Bielefeld. Unter ihrem Dach können Sparkassenkunden Zustiftungen vornehmen und Stiftungsfonds oder unselbständige Treuhandstiftungen einrichten. Im Gegensatz zu einer Spende wird das Stiftungsvermögen dabei nicht verbraucht. Es wird unwiderruflich angelegt, die Zinserträge kommen dem Stiftungszweck zu Gute. Dank dieser Erträge kann die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Bielefeld den Verein Tabula e.V. bei dieser neuen Art des Lernens finanziell unterstützen.

Tabula e.V. ist ein im Jahr 2005 gegründeter Verein, der sich die Förderung von Kindern und Jugendlichen aus sozial belasteten Stadtteilen zur Aufgabe macht. Der Verein möchte Kindern grundlegende Bildungserfahrungen ermöglichen, die sie ohne diese Hilfe nicht machen könnten.

„Die Kinder, die unseren Hof besuchen, brauchen hier keine Tafel oder Bücher. Sie lernen aus praktischen Erfahrungen. Zum Beispiel, dass es beim Reiten nicht nur angenehme Seiten gibt, sondern dass auch das Stallausmisten dazugehört“, ergänzt Frau Jutta Lohsträter, die Besitzerin des Völkers Reiterhofes mit einem Lächeln.

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Ein weiterer Aspekt, in dem die Kinder geschult werden, ist das Sozialverhalten. Sie müssen beispielsweise gegenseitig ihre Pferde führen und beginnen so, einander zu vertrauen. Außerdem spielt der Respekt gegenüber Lebewesen eine große Rolle. So wird einer der Schüler von der Reitlehrerin aufgefordert zum Pferd zurückzukehren, um es als Zeichen des Dankes zu loben. Schließlich hat ihn das Pferd den ganzen Tag auf dem Rücken getragen.

Pferde seien die perfekten Tiere für Kinder, da sie all ihren Bedürfnissen gerecht werden, erklärt Hofbesitzerin Jutta Lohsträter.  „Wenn ein Kind kuschelbedürftig ist, kann es mit dem Pferd kuscheln. Möchte ein Kind dominant sein, kann es dem Pferd gegenüber dominant auftreten. Aber auch hierbei zeigt das Pferd dem Kind schnell eine Grenze auf, sobald es die Dominanz übertreibt.“

Die Tabula-Ferienschule endete am Freitag, dem 15. August, mit einer Abschlussveranstaltung, bei der alle teilnehmenden Kinder der zwölf Sommerprojekte gemeinsam mit Ihren Eltern von ihren Erlebnissen berichteten.