Perfekt in den neuen Job: Farb- und Stilberatung

von Jens Flachmann am in Ausbildung, Über uns

Ein höfliches und wertschätzendes Auftreten gegenüber Kunden und den neuen Kollegen, die richtige Kleidung am Arbeitsplatz – wer eine Berufsausbildung beginnt, der möchte natürlich gerade hier alles richtig machen. Bei den jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eine Ausbildung bei einem Kreditinstitut wie der Sparkasse Bielefeld beginnen, ist das natürlich nicht anders und – weil die typische Kleidung in dieser Branche sich deutlich von der gewohnten Alltagskleidung unterscheidet – auf den ersten Blick gar nicht so einfach!

Farb- und Stilberatung für Ausbildungseinsteiger

Damit es vom ersten Tag an in Fragen der Kleidung und des Auftretens keine Unsicherheiten gibt, führt die Sparkasse Bielefeld seit einigen Jahren mit neuen Auszubildenden eine Farb- und Stilberatung durch, die fachkundig von Christiane Stefer begleitet wird.

 

Sparkassen-Blog: „Frau Stefer, Sie sind Diplom Modedesignerin und kennen sich deshalb mit Themen wie richtige Kleidung und richtiges Auftreten gut aus. Um welche Fragen geht es in der Schulung für die Auszubildenden?“

 

Azubi-Farb-Stilberatung-2014-86_2_DxO-BearbeitetChristiane Stefer: „Die Veranstaltung hat drei Schwerpunkte: Farbwelt, Stilwelt und – gerade für den Einstieg wichtig – die Frage, wie der persönliche Business-Kleiderschrank eigentlich gefüllt sein sollte. Bei den ersten beiden Punkten geht es darum, sich möglichst objektiv ein Bild davon zu machen, was für ein Typ man eigentlich ist. Dabei spielen die Haarfarbe, der Teint und natürlich Körperbau und Proportionen eine große Rolle. Wir sehen ja nicht alle gleich aus! Dem eher dunklen und vielleicht sehr sportlichen Typ stehen bestimmte Farben und Kleidungsstile einfach besser, als groß gewachsenen, schlanken und eher hellhäutigen Menschen.“

 

Sparkassen-Blog: „Der eine oder andere wird sich sicher schon mit der Frage beschäftigt haben, welcher Kleidungsstil zu ihr oder ihm passt und welche Anforderungen der neue Beruf hier stellt. Wie sind hier Ihre Erfahrungen?“

Christiane Stefer: „Das stimmt! Und die meisten haben natürlich auch grundsätzliche Vorstellungen, welches Auftreten in der Sparkasse gefragt ist. Für viele ist manches aber auch Neuland. Gerade über den eigenen Typ haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer oft noch keine großen Gedanken gemacht.“

 

Sparkassen-Blog: „Kostüm für die Damen, Anzug für die Herren…“

Christiane Stefer: „…das ist klar! Es gibt aber andere Aspekte, an die man nicht so ohne weiteres denkt. Dazu gehören zum Beispiel die richtigen Schuhe, die natürlich auch gut geputzt sein sollten. Auch Schmuck, Uhren und eine passende Business-Tasche sind wichtig. Es sind sehr oft die Details, die den Unterschied machen!“

 

Sparkassen-Blog: „Weshalb ist richtiges Auftreten und die passende Kleidung eigentlich so wichtig?“

Azubi-Farb-Stilberatung-201Christiane Stefer: „Man sagt nicht umsonst, dass der erste Eindruck der wichtigste ist! Wenn man eine Person zum ersten Mal trifft, dann bleibt uns gar nichts anderes übrig, als die Informationen zu nutzen, die uns in diesem Augenblick zur Verfügung stehen, um uns eine Vorstellung von unserem Gegenüber zu machen. Und das ist nun einmal das Aussehen und das Auftreten. Wer hier Punkte für sich sammeln kann, der hat es im weiteren Verlauf um so leichter! Eine gepflegte Business-Kleidung steht natürlich ganz allgemein für Kompetenz, Seriosität und Wertschätzung – auch über den ersten Kontakt hinaus.“

 

Sparkassen-Blog: „Wie sollte zum Anfang die Gaderobe aussehen und mit welchen finanziellen Ausgaben muss man rechnen?“

Christiane Stefer: „Ganz wichtig: es kommt nicht auf die Marke an! Entscheidend ist, dass die Kleidung gut sitzt, plegeleicht und gut verarbeitet ist. Dafür muss man nicht unbedingt sehr viel Geld ausgeben. Für den Anfang kann man mit drei Kostümen oder Anzügen starten. Für jeden Arbeitstag der Woche eine Bluse oder ein Hemd und dazu die passenden Accessoires wie Tücher und Krawatten. Dazu kommen dann noch die richtigen Schuhe. Ein guter Tipp ist, bereits beim Kauf an die Kombinierbarkeit des neuen Kleidungsstücks mit Teilen zu denken, die man schon im Kleiderschrank hat. Wenn man geschickt einkauft, muss man für die persönliche Start-Ausstattung erstmal nicht mehr als 600 Euro ausgeben.“

 

Sparkassen-Blog: „Wie sind die Reaktionen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Farb- und Stilberatung?“

Christiane Stefer: „Sehr positiv! Was ich immer wieder höre ist, dass vielen erst in der Veranstaltung so richtig klar geworden ist, auf was es alles ankommt und was es zu bedenken gilt. Ein sehr schöner Nebeneffekt ist, dass die Dinge, die wir hier besprechen privat genauso nützlich sind, wie im Beruf.“

Nützliche Tipps von Christiane Stefer für den Ausbildungsbeginn

  1. Bitte Lächeln! Ein freundlicher Gesichtsausdruck macht vieles leichter. Ganz besonders, wenn man der oder die „Neue“ ist, öffnet ein Lächeln Türen und hilt, das Eis zu brechen. Natürlich gilt das nicht nur wärend der Ausbildung.
  2. Guten Tag! Ein Tagesgruß wirkt erfrischend und kommunikativ. Er ist als Einstieg in den ungezwungenen Smalltalk genauso geeignet, wie zur Eröffnung eines offiziellen Termins oder einfach nur bei der Begrüßung von Kunden oder Kollegen im Vorübergehen. Wichtig ist, dass der Gruß der jeweiligen Situation angemessen ist. Jemandem einen „guten Tag“ zu wünschen, geht eigentlich immer – ein ungezwungenes „Hallo“ sollte man hingegen auf Kollegen oder Kunden beschränken, die man wirklich gut kennt.
  3. Vielen Dank! Gerade wenn man neu ist, ist man auf die Untersützung und Hilfe der Kolleginnen und Kollegen angewiesen. Ein höfliches Bitte oder Danke ist deshalb immer angebracht und versetzt manchmal Berge.
  4. Türen auf! Wer nachfolgenden Personen die Tür auf hält, wird als aufmerksamer und freundlicher wahrgenommen. Auch im Treppenhaus, an der Tür oder im Fahrstuhl Kunden und auch Kolleginnen den Vortritt zu lassen, gilt als Zeichen der Höflichkeit und macht einen guten Eindruck.
  5. Handy aus am Arbeitsplatz! Das eigene Handy ist Privatsache – und hat deshalb in der Arbeitswelt erstmal nichts verloren! Ebenso verhält es sich mit SMS, WhatsApp-Nachrichten oder eMails auf dem Smartphone: gerne in den Pausen aber grundsätzlich nicht wärend der Arbeitszeit!
  6. Kaugummi ade! Eigentlich selbstverständlich – Kaumgummi kauen in Gegenwart anderer wirkt selten positiv. Nicht gegenüber Kollegen und schon gar nicht gegenüber Kunden!
  7. Duzen ist tabu! Im privaten Umfeld ganz normal, am Arbeitsplatz aber nicht selbstverständlich ist das „Du“. Wenn man neu in den Beruf einsteigt oder den Arbeitgeber gewechselt hat, ist grundsätzlich das „Sie“ die richtige Form der Anrede. Ein angebotenes „Du“ anzunehmen ist OK, beim selber anbieten ist erstmal Zurückhaltung geboten, bis man sich mit den Gepflogenheiten im Betrieb gut genug auskennt. Gegenüber Kunden ist „Sie“ Pflicht und Kunden das „Du“ anzubieten, ist ein absolutes „No-Go“!

 

Kontakt:

Christiane Stefer
stefer@farbundstilwelt.de
www.farbundstilwelt.de

 

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2 Kommentare

  1. Jens Flachmann sagt am 1. August 2014 um 14:07 Uhr

    Hallo Frau Höf, ein wichtiger Hinweis! Auf das richtige Auftreten kommt es natürlich nicht erst an, wenn man mit der Ausbildung beginnt. Bereits beim Vorstellungsgespräch sollte man bei einem Wunsch-Ausbildungsbetrieb einen guten Eindruck machen. Auch da gilt: Der erste Eindruck ist sehr wichtig!

  2. Maria Höf sagt am 1. August 2014 um 12:12 Uhr

    Also es fängt ja schon im Vorstellungsgespräch an finde ich. Gerade bei der Bank braucht man da auf jeden Fall passende Krawatten und Krawatten Tücher zum Hemd. Mir hat eine Beratung beim Krawatten Shop ziemlich weiter geholfen, denn als Firmenkrawatten sollte man eher keine schmale Krawatten anziehen.







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