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Bielefelder Wissenschaftspreis 2014 geht an Lorraine Daston

Der Bielefelder Wissenschaftspreis 2014 geht an die in Berlin lebende amerikanische Wissenschaftshistorikerin Prof. Dr. Lorraine Daston. Dies teilte der Vorsitzende der Jury für den Wissenschaftspreis, der Rektor der Universität Bielefeld Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, heute mit.

 

Mit der Preisvergabe zeichnet die Jury in diesem Jahr eine der weltweit führenden Vertreterinnen des Faches Wissenschaftsgeschichte aus.

 

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Der Bielefelder Wissenschaftspreis wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Stiftung der Sparkasse Bielefeld im Gedenken an den großen Bielefelder Soziologen Niklas Luhmann vergeben. Er ist mit 25.000 Euro dotiert und zählt inzwischen zu den wichtigen deutschen Forschungspreisen.

 

Lorraine Daston wurde 1951 in den USA geboren. Sie studierte in Harvard und Camebridge und hatte verschiedene Professuren inne, zunächst in Harvard, dann in Princeton, Brandeis und Göttingen. Seit Mitte der 1990er Jahre lebt und wirkt sie in Berlin. Sie wurde Gründungsdirektorin des neuen Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte und leitet dort heute die Abteilung „Ideale und Praktiken der Rationalität“.

 

Ihr wissenschaftliches Werk wurde vielfach ausgezeichnet. Die Bundesrepublik Deutschland verlieh ihr das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und den Orden pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Zweimal erhielt sie den Pfizer Award for Outstanding Books der wichtigsten Fachgesellschaft,der History of Science Society. Mit der George-Sarton Medal derselben Gesellschaft wurde sie 2012 mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die man in der Wissenschaftsgeschichte erreichen kann.

 

Lorraine Daston forscht in erster Linie zur Geschichte der Wissenschaften in der Frühen Neuzeit und der Aufklärung. Ihr ganz eigener wissenschaftlicher Ansatz hat aber in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, die Wissenschaftsgeschichte grundlegend zu verändern und für ungewöhnliche Zugänge zu öffnen. Ihre Arbeiten haben die Wissenschaftsgeschichte in den letzten Jahrzehnten maßgeblich mitgeprägt.

 

Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit wirkt sie in außergewöhnlicher Weise als gleichsam sachkundige wie inspirierende und engagierte Begleiterin und Förderin des wissenschaftlichen Nachwuchses.

 

Die Verleihung des Wissenschaftspreises findet am 4. November 2014 statt. Die Laudatio hält die Münchener Wissenschaftshistorikern Prof. Dr. Kärin Nickelsen.

 

Bisherige Preisträger des Bielefelder Wissenschaftspreises waren:

2004: Die deutschen Soziologen Renate Mayntz und Fritz W. Scharpf

2006: Der amerikanische Rechtsphilosoph Ronald Dworkin

2008: Der englische Historiker Quentin Skinner

2010: Der deutsche Soziologe Hans Joas

2012: Der österreichische Psychologe Josef Perner